Tag 4 der ETT 2026: Berührende Begegnungen, eine wichtige Botschaft und eine Fährfahrt über den Rhein

Gänsehaut am Morgen im Blindenwerk Hagen

Unser Tag startete im Blindenwerk Hagen. Das Team vor Ort war fantastisch auf uns vorbereitet. Auch Oberbürgermeister Rehbein war da und hat den Besuch mit tollen Worten bereichert. Das absolute Highlight war jedoch der musikalische Empfang: Zwei Menschen, die in der Einrichtung leben, haben für uns gesungen und Klavier gespielt – ein unglaublich schöner Song, der uns allen sehr zu Herzen ging.

Kuchen, Spenden und ein starker Empfang in Halver

Weiter ging es in den Tennisclub von Halver, wo uns ein großartiger Empfang mit viel Pressepräsenz erwartete. Bürgermeister Armin Kibbert (Halver) und Christian Breddermann (Schalksmühle) ließen es sich nicht nehmen, uns persönlich zu begrüßen. Zu unserer großen Freude kündigten sie zudem eine Spende an – an dieser Stelle noch einmal ein riesiges und herzliches Dankeschön dafür!

Christian Becker, der von einer Netzhauterkrankung betroffen ist und vor ein paar Monaten bei der Verwaltung in Halver einen inklusiven Arbeitsplatz erhalten hat, nahm gemeinsam mit BM Armin Kibbert an der Veranstaltung teil. Er gehört damit zu den wenigen sehbeeinträchtigten Menschen, die auf dem regulären Arbeitsmarkt eine Stelle finden. Dies zu thematiseren und Inklusion in diesem Bereich voranzutreiben, darum geht des der HEM Schwerger-Stiftung bei ihren Bemühungen um Inklusion.

Eine ganz besondere Begegnung hatten wir in Halver mit Christian Becker. Er lebt mit dem Usher-Syndrom (einer Erkrankung, die zu Taubblindheit führt) und arbeitet seit diesem Jahr in der dortigen Stadtverwaltung. Christian war unglaublich begeistert, hat uns mit einem tollen, selbstgemachten Plakat empfangen und obendrein noch Müsliriegel und Bananen für die Truppe gespendet.

Mehr Inklusion auf dem Arbeitsmarkt!

Christians Geschichte führte zu einem Thema, das heute vor Ort völlig zurecht intensiv angesprochen wurde: Es ist wunderbar und wichtig, dass wir Sport inklusiv betreiben. Doch auf dem primären Arbeitsmarkt findet echte Inklusion leider noch immer viel zu selten statt. Menschen mit Beeinträchtigungen bleiben häufig in Werkstätten, anstatt die Chance auf einen Platz im regulären Arbeitsmarkt zu bekommen. Ein Zustand, der sich dringend ändern muss!

Nachdem wir mit fantastischem, selbstgebackenem Kuchen verwöhnt wurden, fiel uns das Weiteradeln wirklich schweren Herzens.

Maximale Sichtbarkeit und mit der Fähre nach Bonn

Auf der heutigen Etappe waren wir landschaftlich und gesellschaftlich unglaublich präsent. Wir fuhren durch viele Orte, größere Städtchen, belebte Fußgängerzonen und Ladenzeilen. Es war ein tolles Gefühl, so sichtbar zu sein. In Niederkassel durften wir uns über einen weiteren freundlichen Empfang durch den dortigen Bürgermeister freuen.

Das große Finale des Tages wartete dann am Rhein. Nach einer idyllischen Überfahrt mit der Fähre rüber nach Bonn wurde es noch einmal richtig spannend: Wir wurden von der Polizei eskortiert und mussten mitten ins Bonner Stadtinnere fahren. Das war eine echte Herausforderung – für uns als großes Peloton, für die Einsatzkräfte der Polizei und nicht zuletzt für den alltäglichen Bonner Stadtverkehr!

Ein unvergesslicher Tag mit einer starken Botschaft im Gepäck.

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