Tag 1 der ETT 2026 von Seligenstadt nach Marburg: Auftakt nach Maß!
130 Kilometer, traumhaftes Fahrradwetter und gelebte Inklusion auf der Strecke
Was für ein Start in die Euro-Tandem-Tour (ETT) 2026! Der erste Tag führte unser Peloton über stolze 130 Kilometer von Seligenstadt in die wunderschöne Universitätsstadt Marburg. Die Wetterbedingungen hätten für unsere erste Etappe kaum besser sein können: Ein perfekter Mix aus Sonne und Wolken, begleitet von mal herausforderndem Gegenwind, mal kräftigendem Rückenwind – echtes Traum-Fahrradwetter eben.
Landschaftlich war die Tour ein Genuss. Wir fuhren durch eine sanft hügelige, größtenteils aber flache Landschaft, die nur hier und da mit dem ein oder anderen knackigen Anstieg gespickt war. Genau das richtige Terrain, um als Team den Rhythmus zu finden.
Stärkung auf dem Weg: Ein Hoch auf unser Versorgungsteam
Damit die Energie auf den 130 Kilometern nicht ausging, sorgten unsere wohlverdienten Pausen für neue Kraft. Ein riesiges und herzliches Dankeschön geht an unser fantastisches Versorgungsteam, Mona und Bärbel. Sie haben uns wie immer liebevoll und bestens mit Bananen, Kuchen, Äpfeln und Nüssen verwöhnt.
Zur großen Mittagspause kehrten wir in das romantische Städtchen Lich ein. Der Restaurant-Service war aufgrund unserer großen Gruppe anfangs zwar ein wenig chaotisch – vermutlich waren in der Küche schlichtweg nicht genügend große Nudeltöpfe für so viele hungrige Radler vorhanden –, doch mit etwas Geduld und Humor hat letztendlich jeder eine leckere Stärkung bekommen.
Ein besonderes Highlight in Fronhausen: Gelebte Inklusion
Auf dem Streckenabschnitt in Fronhausen bekam unsere Gruppe ganz besonderen Zuwachs: Ein Liegerad und ein Rollstuhl-Fahrrad stiegen in die Tour ein. Das Rollstuhl-Fahrrad, bei dem ein Rollstuhl vorne auf der Konstruktion integriert ist, war für uns alle eine ganz neue, bereichernde Erfahrung.
Es ermöglichte einer Teilnehmerin, die aufgrund einer Lähmung nicht gehen kann, Teil unseres Pelotons zu sein. Ihre große Lust und die pure Freude am Mitfahren haben das gesamte Team angesteckt. Für die letzten 15 Kilometer von Fronhausen bis zu unserem Etappenziel in Marburg durfte sie ganz vorne an der Spitze der Gruppe fahren und das Feld anführen.
Dieser Anblick zog auf den letzten Kilometern besonders viel Aufmerksamkeit und viele Blicke von Passanten auf sich. Schließlich ist es ein alles andere als gewöhnliches Bild, Rollstuhlfahrerinnen und Menschen mit Sehbehinderung gemeinsam auf einer so sportlichen Tour zu erleben.
Für uns war dieser Tag nicht nur ein großartiges sportliches Erlebnis, sondern vor allem ein wunderschönes, starkes Inklusionsprojekt. Tag 1 der ETT 2026 hat eindrucksvoll gezeigt: Sport verbindet – ganz ohne Barrieren.